Tag 1
Als dann endlich nach einer dreiviertel Stunde Verspätung alle am Milchpiltz versammelt waren, fuhren wir um fast wie geplant pünktlich um 8 Uhr in Fahrtrichtung Gardasee los. Nach einer langen und ereignislosen Alpenüberquerung per Auto geprägt von diversen Nickerchen sichteten wir dann erstmals nach dreieinhalbstündiger Reise Wasser. Wir hatten unser Ziel erreicht, wir waren am Gardasee. Von den Betreibern des Campingplatzes wurden wir sogleich als Wangener identifiziert und freundlich empfangen. Als nächste stellte Paddy wie noch oft in diesem Urlaub seine Einparkkünste unter Beweis und parkte den DAV-Bus punktgenau in die für uns vorgesehene sehr schmale Parklücke. Nach einer dreiviertel Stunde war dann auch der Kampf gegen die Zelte gewonnen, alle Zelte standen und dreiviertel aller Häringe waren dank überschüssiger Energie der Jungs verbogen. Dann stand die Frage im Raum ob man noch zum Klettern oder doch lieber zum Baden an den See gehen sollte. Wir entschieden uns einstimmig für den See. Nach dem Essen kamen Jakob und Lukas auf die Idee mit den vorhandenen Äpfeln und Zucker, über dem noch heißen grill Bratäpfel zumachen. Das Ergebnis war ein wahrhaftiger Gaumenschmaus, der nicht nur unsere ganzen Äpfelvorräte vernichtete sondern auch den ganzen Campingplatz mit einem Duft von karamellisiertem Zucker überzog.

 

Tag 2
Der zweite Tag startete mit einem leckeren Frühstück bei dem uns Paddy seinen Solarbetrieben Milchschäumer präsentierte. Schließlich packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg zum Fels um zu klettern. Was jedoch länger dauerte als geplant, da wir uns mehrmals verliefen. Als Entschädigung erwartete uns am Ziel ein wunderschöner Ausblick über den Gardasee. Nach anstrengenden Stunden beim Klettern am Fels, machten wir uns erschöpft auf den Rückzug zu unserem Zeltplatz. Der Abend wurde dank zwei Tüten gerösteter Pistazien und einer nicht enden Pockerrunde sehr unterhaltsam

 

Tag 3
An diesem Tag machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, es hatte die ganze Nacht und am Morgen geregnet. Also quetschten wir uns alle unter ein Zeltvordach, spielten Karten und Poker und schlugen die Zeit tot. Nachmittags feierten wir im Nieselregen mit Fertigkuchen und Soda Lemon Niklas’ 16er. Alles in allem war es kein langweiliger Tag aber wir freuten uns alle als am Abend die ersten Sonnenstrahlen die Wolken durchbrachen.

 

Tag 4
Donnerstags war wieder wunderschönes Wetter und wir konnten es alle nicht erwarten wieder am den Fels zum Kommen. Gleich am Anfang endeckten Samy und Jonny eine, Zitat „Hammergeile“ 6a+ die wir dann auch den ganzen Tag für uns allein beanspruchten. Dagegen mühte sich Niklas die ganze Zeit mit lauter, Zitat „minderwertigen“ Touren ab. Jakob hingegen zog vor allem die Aufmerksamkeit des weiblichen Geschlechts auf sich. Ein Mädchen aus Bayern warf ihm die ganze Zeit verstohlene Blicke zu, als er über einer halben Stunde in einer 6c hing und nicht weiter kam. Sie sahen sich danach nie wieder. Am Abend machten wir einen kleinen Stadtbummel durch Arco und gingen in der, laut Lucia, besten Eisdiele am Gardasee Eis essen.

 

Tag 5
Am Freitag endeckten Kilian M. und Andi ihre Liebe zum abseilen. Ab sofort musste bei jeder Tour abgeseilt werden, egal wie kurz sie war. Abends gab es die fast schon traditionellen Käsnudeln, gefolgt vom lang ersehnten Krimitotalabend. Dort ermordete Kilian S. in einer Villa einen reichen Manager, wir lösten den Fall natürlich mit Bravour.

 

Tag 6
Um am Samstag fuhren wir zum ersten Mal Richtung Süden zum Klettern. Um zu unserem Kletterfels zu gelangen mussten wir erst einen Golfplatz der Länge nach queren. Dabei wurden wir begafft als wären wir Außerirdische die ihr Ufo gerade am sechsten Loch geparkt hatten. Beim Klettern waren wir völlig allein und die Aussicht am Ende der Touren war wieder himmlisch. Da dies unsere letzter ganzer Tag wurden wir alle zum Fotoshooting an unseren Strand gerufen. Wir experimentierten bis spät in die Nacht hinein mit Langzeitbelichtung und anderem Schnickschnack an der Kamera herum so dass ein paar wirklich coole Bilder entstanden.

 

Tag 7
Am Sonntag unserem letztem Tag, packten wir unsere Sachen, bauten unsere Zelte ab und räumten den Platz auf. Dann war es auch schon an der Zeit auf Wiedersehen zu sagen. Wir stiegen in unseren Bus und fuhren nach Hause. Viel zu schnell waren die sieben Tage am Gardasee schon wieder vorbei. Es war hammergeil. Lukas Dürrenberger